SIG “Mensch-Maschine-Persuasion”

Mensch-Maschine-Persuasion

Die Special Interest Group “Mensch-Maschine-Persuasion” im MA Studiengang Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin unter der Leitung von Prof. Klaus Gasteier und Daniela Kuka beschäftigt sich mit der Frage, ob sich Persuasion so weit formalisieren lässt, dass sie von einer Maschine / einem Computer – als Mittler oder Antagonist – übernommen werden kann. Welche neuen Formen der Interaktion könnten dabei – utopisch wie dystopisch – entstehen, nicht nur zwischen Mensch und Maschine / Computer, sondern als vollständige Beschreibungslogik komplexer sozialer Systeme?

Ausgehend von einer Bestandsaufnahme aktueller technologischer Entwicklungen im Bereich des persuasiven Medieneinsatzes erarbeiten wir Patterns für die Mensch-Maschine-Persuasion und testen sie versuchsweise mit Experimenten in unterschiedlichen Lebenskontexten. Aktuelle Phänomene und Trends wie personalisiertes Filtern, Tracking und Tracing, Quantified Self und Big Data werden unter dem spezischen Fokus “digitaler Überzeugungskunst” auch kritisch reflektiert.

In den Projekten entstehen konzeptionelle und gestalterische Entwürfe mit unterschiedlicher inhaltlicher und strategischer Ausrichtung.

Neben SQS sind bislang folgende Projekte entstanden:

  • ira – Interpersonal Relationship Agent (Richard Illig, Claudia Nichterlein, Marc Schumann, Lena Uszkoreit): Ein Tool, um zwischenmenschliche Beziehungen des Nutzers zu verwalten, zu stimulieren und zu optimieren. Ira erkennt Missverständnisse, noch bevor sie entstehen. Ira beeinflusst Freundschaften und beendet sie nötigenfalls  – natürlich in Deinem Interesse. Wieviel Kontrolle gibst Du ira?
  • G Match (Christian Bischoff, Anja Brysch, Benno Hamann, Steven Schepurek): Jemand ist immer für Dich da! Google Match kennt Dich, bewegt Dich, verliebt Dich – besser als Du selbst.
  • Tagged You! & Urban Story (Evelyn Gläser, Theresa Grebin, Anne-Kristin Müller, Mira Reuter): Deine Stadt, Deine Bilder, Deine Story. In Sozialexperimenten werden Tagging, Tracking und Narration unbemerkt durch eine urbane Gemeinschaftserfahrung zu Techniken sozialer Stereotypisierung und crowd-gesourcter Verbrecherfahndung.
  • GO! (Sandra Richter, in Kooperation mit dem MIT Media Lab): Nutzerspezifische Persuasionsdramaturgien für Elektromobilität.

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